Rutschfestigkeit bei Industrieböden: Anforderungen und Umsetzung

Empty industrial warehouse interior with polished concrete floor in Houston, Texas.

In Produktions- und Lagerhallen, Werkstätten und Tiefgaragen ist die Rutschfestigkeit des Bodenbelags ein zentrales Sicherheitskriterium. Feuchtigkeit, Öle, Staub oder Reinigungsmittel können die Griffigkeit von Beschichtungen erheblich verringern und das Unfallrisiko erhöhen. Bei Planung und Sanierung von Industrieböden muss die Rutschhemmung deshalb gezielt auf die jeweilige Nutzung abgestimmt werden.

Bewertungsklassen nach DIN 51130 und DIN 51097

Die Rutschhemmung von Bodenbelägen wird in Deutschland über genormte Prüfverfahren bewertet. Für gewerblich und industriell genutzte Flächen mit Straßenschuhen gilt die DIN 51130 mit den Bewertungsgruppen R9 bis R13, wobei R9 eine geringe und R13 eine sehr hohe Rutschhemmung beschreibt. Für Barfußbereiche, etwa in Nassräumen oder Schwimmbädern, kommt stattdessen die DIN 51097 mit den Klassen A, B und C zur Anwendung. Welche Bewertungsgruppe im Einzelfall erforderlich ist, hängt von der Nutzungsart der Fläche sowie von möglichen Gefährdungen durch Feuchtigkeit oder Verschmutzung ab und sollte vor der Sanierung gemeinsam mit einem Fachbetrieb festgelegt werden.

Einflussfaktoren auf die Rutschfestigkeit

Neben der grundsätzlichen Systemwahl beeinflussen mehrere Faktoren, wie rutschfest ein Boden im Alltag tatsächlich ist. Dazu zählen die Oberflächenstruktur der Beschichtung, eingesetzte Zuschlagstoffe wie Korund oder Quarzsand sowie die Art und Häufigkeit der Reinigung. Auch typische Nutzungsbedingungen spielen eine Rolle: In Werkstätten führen Öle und Fette zu anderen Anforderungen als in Kühlhäusern mit Kondensfeuchte oder in Tiefgaragen mit Feuchtigkeit und Streusalz. Eine realistische Einschätzung dieser Bedingungen ist Voraussetzung dafür, dass die gewählte Beschichtung die geforderte Rutschhemmung auch dauerhaft erfüllt.

Auswahl des passenden Beschichtungssystems

Epoxidharz- und Polyurethanbeschichtungen lassen sich durch Einstreuung rutschhemmender Zuschlagstoffe und durch die Struktur des Deckversiegelungssystems an die jeweils erforderliche Bewertungsgruppe anpassen. In stark beanspruchten Bereichen wie Produktionshallen oder Tiefgaragen kommen häufig gröber strukturierte Systeme zum Einsatz, während in Bereichen mit hohen Anforderungen an Reinigungsfähigkeit ein Kompromiss zwischen Griffigkeit und Pflegeaufwand gefunden werden muss. Die Wahl des Systems sollte daher immer im Zusammenspiel mit der Nutzung, der Reinigungsroutine und den baulichen Gegebenheiten der Fläche erfolgen.

Sanierung bestehender Böden

Auch bei bestehenden Böden lässt sich die Rutschfestigkeit nachträglich verbessern, etwa durch eine zusätzliche Einstreuung, eine neue Versiegelung mit rutschhemmenden Eigenschaften oder eine vollständige Neubeschichtung. Vor einer Sanierung empfiehlt sich eine Bestandsaufnahme des vorhandenen Belags, um Schäden, Untergrundfeuchte oder Ablösungen zu erkennen und in die Planung einzubeziehen. So wird sichergestellt, dass die neue Beschichtung dauerhaft hält und die erforderliche Rutschhemmung über die gesamte Nutzungsdauer erfüllt.

Beratung durch Floor Solution GmbH

Floor Solution GmbH unterstützt Gewerbekunden bei der Planung, Sanierung und Beschichtung von Industrieböden mit dem passenden Maß an Rutschhemmung für die jeweilige Nutzung. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um Ihre Fläche gemeinsam zu begutachten und ein geeignetes Sanierungskonzept zu erarbeiten.

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